Sonntag, 29. Mai 2022, 16 Uhr
Chor Avanti Comuna Kanti: 151 Jahre Pariser Kommune – Vive la Commune!
Eine Revue mit Liedern, Texten, Bildern (Dirigent: Aislan Coração)

Dauer: ca. 1,5 Stunden, freier Eintritt, Spenden erbeten

 


Die Pariser Kommune von 1871 ist die erste uns bekannte von unten gewählte Volksregierung.
Wie war das möglich, und woran scheiterte sie? Frankreich war mit den Ereignissen von 1789, 1830 und 1848 besonders geprägt durch die bürgerlich-revolutionäre Tradition. 1870 beginnen Bismarck und Napoleon III. den deutsch-französischen Krieg um die Vormachtstellung in Europa. Den Krieg verliert Frankreich unter Kaiser Napoleon, er wird abgesetzt , während die deutschen Staaten sich weiter zusammenschließen, den Krieg gewinnen und das deutsche Kaiserreich proklamieren. Die französische Übergangsregierung verhandelt Anfang 1871 einen Waffenstillstand auf dem Rücken der Bevölkerung.
Die Stadt Paris wird von den Preußen belagert und im Winter 1870/71 ausgehungert. Das für die Verteidigung bereits bewaffnete Volk von Paris verweigert am 18. März den Befehl und ruft umgehend das Volk von Paris zu freien Wahlen auf für eine Volksregierung – aber noch ohne die Frauen.
72 Tage lang verteidigt das Volk die Stadt, während die Regierung und alle Regierungstreuen samt den Fabrikbesitzern und den Amtsträgern der Kirche geflohen sind. Das Volk regiert sich selbst durch gewählte und absetzbare Volksparlamentarier, mit seiner eigenen Verwaltung und Verteidigung und eigenen Gesetzen für das ausgeblutete Volk. Es organisiert die Fabrikproduktion, das Postwesen, Nahrungs- und Krankenversorgung, den Schulbetrieb, setzt die Trennung von Kirche und Staat durch und vieles mehr. An der Pariser Kommune hatten die Frauen auf verschiedenen Ebenen einen wichtigen Anteil und sie verschafften sich deutlich Gehör.
Die Herrschenden Deutschlands und Frankreichs schließen sich zusammen, um die Kommune blutig niederzuschlagen.
In den Geschichtsbüchern größtenteils verschwiegen, gibt uns die Betrachtung der Pariser Kommune über unsere heutige Lage viele Aufschlüsse. Im Jahr 2021 wurde in der französischen Hauptstadt die Commune de Paris von 1871 drei Monate lang mit Demonstrationen und Kundgebungen, Spaziergängen und Veranstaltungen gefeiert, dieses Mal mit besonderem Gewicht auf die bisher zu wenig gewürdigte Rolle der Frauen.
In der internationalen Tradition für Frieden und Freiheit stellt sich der Chor ACK Lieder und Programme zusammen und greift Freiheitskämpfe in der Geschichte auf. Gegenwärtig das – Corona-bedingt verspätete – Programm „Die Kommune, sie lebt“.
Es ist eine „Revue“ mit Bildern, Liedern, Szenen und Texten – zu der wir Sie am 29. Mai ganz herzlich ins Humanistische Zentrum einladen.






Verschiebung der Landesversammlung auf den 24. Juli 2022, 14 Uhr

 





Liebe Humanistinnen und Humanisten,

leider muss die Landesversammlung kurzfristig verschoben werden.
Der neue Termin hierfür lautet: Sonntag, der 24. Juli 2022 ab 14 Uhr.
Ein Kurz-Rundbrief, der die Tagesordnung der Landesversammlung und
eine angedachte Satzungsänderung beinhaltet, wird heute per Post an die
Mitglieder versendet.

Mit herzlichen Grüßen
Andrée Gerland - Geschäftsführer


Einladung zum Café Vielfalt

Wir treffen uns zum gemütlichen Beisammensein mit Spaß, guter Laune und neuen Ideen.
Ein herzliches Willkommen zum Kennenlernen, zum Austausch und um unsere humanistische Gemeinschaft zu pflegen, denn Menschen brauchen Menschen.
Geplant sind vorerst monatliche Treffen.
Wer mag, darf gerne etwas zum leiblichen Wohl beisteuern.
Getränke stehen zur Verfügung.

Sonntag, 24. April, 16-18 Uhr
Humanistisches Zentrum, Mörikestraße 14



Staufer-Medaille für Wolfgang Proske

 


Gestern wurde Dr. Wolfgang Proske geehrt für seine Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Ihm wurde von Ministerin Theresia Bauer im Auftrag von Ministerpräsident Kretschmann feierlich die Staufer-Medaille verliehen.

Die Ministerin, Landrat Peter Polta und der renommierte Historiker Prof. Dr. Christoph Kopke würdigten Proskes Verdienste in einer Laudatio.
Eingerahmt mit Klavier und Gesang, überreicht wurden Blumenschmuck und -gebinde auch für Ehefrau und Tochter.

Wolfgang Proske hatte zu diesen Festakt Wegbegleiterinnen und -begleiter, Mitarbeiter, Mitkämpfer und Unterstützer seiner aufklärerischen Projekte eingeladen, und in seiner Dankesrede gab er in aller Bescheidenheit seine Ehrung an uns alle weiter.

Wolfgang Proske wurde hauptsächlich geehrt für seine Herausgeber- und Autorenschaft im Buchprojekt "Täter Helfer Trittbrettfahrer", also im Rahmen der Täterforschung bzw. der Aufklärung und Aufarbeitung lokaler NS-Strukturen.

In mehreren Beiträgen wurde auch explizit auf seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Humanisten Baden-Württemberg, deren Regionalverband Humanistischer Freidenker-Verband Ostwürttemberg und die Arbeitsgemeinschaft Betreuungen Gegenseitige Hilfe und Kultur hingewiesen.


Gratulation zu dieser mehr als verdienten Anerkennung und Auszeichnung!


Text und Foto: Heiner Jestrabek

Siehe auch Pressemitteilung der Ministerin:
Ministerin Bauer übergibt Staufermedaille an Dr. Wolfgang Proske

Zur Buchreihe "Täter Helfer Trittbrettfahrer" siehe:
» https://kugelbergverlag.de

Heidenheim, 29. Oktober 2021

Regionalgruppen des Landesverbandes:

 

Ortsgruppe Tübingen

Humanistischer Freidenker-Verband Ostwürttemberg

Gesundheitsvorsorge für den Notfall: Die Patientenverfügung

 

» Weitere Detailinfos

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